BNN-Umfrage: Wie Bio-Kund*innen digitale Medien wirklich nutzen – und was der Fachhandel daraus lernen kann

BNN-Umfrage: Wie Bio-Kund*innen digitale Medien wirklich nutzen – und was der Fachhandel daraus lernen kann

 

BNN-Umfrage: Wie Bio-Kund*innen digitale Medien wirklich nutzen – und was der Fachhandel daraus lernen kann

 

Im November 2018 hat uns der BNN mit einer Befragung zum Thema digitale Medien und Bio-Fachhandel beauftragt. Die zentralen Ergebnisse wurden im Januar in einem Artikel in den BNN Nachrichten veröffentlicht und auf der BIOFACH präsentiert. Nun wollen auch wir einige Aspekte der Befragung vorstellen.

Quelle: BNN e.V.

Die Umfrage

 

Die Befragung fand vom 30.11. bis 13.12.2018 statt.
Insgesamt wurden 1.338 bio-affine Endverbraucher*innen befragt.
Die Teilnahme erfolgte über die biopinio-App.

 

Lohnt sich Facebook & Co. für den Fachhandel?

Der Artikel des BNN beantwortet diese Frage klar mit ja. Unsere Umfrage zeigt, dass 69% der befragten bio-affinen App-Nutzer*innen Facebook nutzen. 51% sind (auch) auf Instagram. Rund die Hälfte derer, die Facebook und Instagram nutzen, folgt dort auch Bio-Marken, Bio-Herstellern, Bio-Läden oder Bio-Verbänden. 28% geben an, dass sie gerne über Facebook zu Neuigkeiten in ihrem Bio-Laden bzw. Bio-Supermarkt informiert werden würden (23% über Instagram, Mehrfachnennungen möglich). Der BNN empfiehlt Ladner*innen, die ein wenig ihrer knappen Zeit diesen Bereich des Marketings investieren wollen und können, sich an erfolgreichen Seiten anderer Bio-Ladner*innen ein Beispiel zu nehmen um die eigene Kundschaft auch auf den sozialen Medien anzusprechen. Postings mit Fotos von frischen Waren, persönlichen Empfehlungen und Statements, beispielsweise zu Nachhaltigkeits-Themen, kommen gut an. Ebenfalls beliebt ist ein Blick hinter die Kulissen. Aktiv im Internet von den Befragten gesucht werden am häufigsten Rezepte (65% Nennungen, gefolgt von Bio-Produkten (46%), Bio-Läden (22%) und bio-affinen Blogs (14%), Mehrfachnennungen möglich). Rezeptideen bieten folglich ebenfalls an, um soziale Medien und die eigene Webseite zu bespielen.

 

Und was geht ohne soziale Medien?

Auch wer nicht auf Facebook, Instagram und Co. vertreten sein kann oder will, hat gute Möglichkeiten seine Kund*innen auch auf digitalem Wege zu erreichen. Der E-Mail-Newsletter ist mit 47% Nennungen der Kanal, der bei der Frage, wie sie gerne zu Neuigkeiten in ihrem Bio-Laden bzw. Bio-Supermarkt informiert werden würden, am häufigsten genannt wird. Es folgt die Website des Bio-Ladens bzw. Bio-Supermarktes mit 35% Nennungen. Neben einem datenschutzkonformen Adressverteiler, sind selbstverständlich auch hier die Inhalte wichtig. Der BNN verweist auf sein Angebot BIOLETTER, das Einzelhändler*innen bei der Newslettergestaltung unterstützt.

 

Der Einkauf selbst wird digitaler

 

Nicht nur die Kommunikation wird von Bio-Kund*innen online genutzt und erwartet, sondern auch der Einkauf selbst findet für ein Drittel der Befragten heute schon im Internet statt. Sie geben an, Bio-Produkte zumindest teilweise online zu kaufen.
Unter denjenigen, die als ihre Haupteinkaufsstätte den inhabergeführetn Bio-Handel angeben, sind es sogar 44%.
Dabei sind Amazon, der Online-Shop von Alnatura, sowie die Online-Shops von Drogeriemärkten die am Häufigsten genannten Online-Einkaufsstätten.

Ein weiterer Aspekt der Digitalisierung im Handel sind smarte Kundenkarten und Selbstbedienungskassen. Die Befragten stehen auch diesen mehrheitlich positiv gegenüber.
56% würden eine Kundenkarte nutzen, die Produktvorschläge bietet, die auf ihr persönliches Kaufverhalten zugeschnitten sind.
Die Selbstbedienungskassen werden trotz Kritik (unpersönlich, Verlust von Arbeitsplätzen) überwiegend als gut und vor allem praktisch empfunden.

 

Der BNN

 

Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. ist ein Verband von Verarbeitern, Inverkehrbringern, Groß- und Einzelhändlern von ökologischen Lebensmitteln und Waren in Deutschland und Europa.
Er vertritt die Interessen der Naturkostbranche auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Der BNN ist an der Gestaltung internationaler und nationaler Gesetzesvorhaben beteiligt. Darüber hinaus betreibt er aktive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Verband verabschiedet besondere Qualitätsrichtlinien für den Naturkostfachhandel. Das BNN-Monitoring für Obst und Gemüse und das BNN-Monitoring Trockensortiment im Naturkostfachhandel ergänzt die etablierten Prozesskontrollen in der ökologischen Lebensmittelwirtschaft. (Quelle: Webseite BNN)

 

Fazit

 

  • Die bio-affinen Endverbraucher*innen nutzen soziale Medien und interessieren sich dort auch für Bio-Themen.
  • Bio-Händler*innen, auch kleine inhabergeführte Bio-Läden, können von einem Auftritt auf den sozialen Medien profitieren.
  • Wer Facebook und Instagram nicht bedienen kann oder will kann seine Kund*innen digital via E-Mail-Newsletter und eigene Webseite erreichen.
  • Ein Drittel der Befragten kauft heute schon online Bio-Produkte (zu).
  • Digitalen Features im stationären Handel wie smarten Kundenkarten oder Selbstbedienungskassen stehen die Befragten positiv gegenüber.

 

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Dr. Nicolas Scharioth

Dr. Nicolas Scharioth
Bio-Marktforscher
Tel.: 030/51305057
scharioth@pollion.com

 

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